Tel: +49 (0) 2374 / 37 88


Zugfedern

Zugfedern wirken einer Axialkraft entgegen, welche auf die Verlängerung der Feder gerichtet ist. Dazu liegen die Windungen des Federkörpers mit einer Vorspannkraft (F0) aneinander. Zur Kraftübertragung werden die Federenden mit Ösen, Haken, Stopfen oder Sonderformen ausgestattet. Die Fertigung von Zugfedern besteht aus der Fertigung des Federkörpers mit anschließender Endenbearbeitung zur Anbringung der kundenseitig gewünschten Aufhängungsart. Dies geschieht bis zu Drahtstärke d=10mm halbautomatisch, wodurch die Qualität gesteigert wird.

Zur Kraftübertragung können unterschiedliche Federenden gewählt werden. Optimal ist stets die zentrische Kraftübertragung.

  • ganze deutsche Öse (Ösenhöhe ca.0,8 x Außendurchmesser)
  • doppelte Öse (eliminiert die Gefahr des Aufziehens der Öse)
  • Hakenösen (Überbrücken von Einbauräumen; Sonderformen möglich)

Die Ösenstellung bei bestimmten Ösenformen hängt von der Windungszahl ab. Dies ist, je nach Einbauvorgaben, unbedingt zu beachten.

Bei sehr hohen, dynamischen Belastungen sollten eingerollte Haken, Gewindebolzen oder Stopfen verwendet werden, um den Hub zu erhöhen bzw. die Feder höher belasten zu können. Auch andere Einschraubelemente und sonstige Halbzeuge können eine gute Alternative bilden. Auf Kundenwunsch fertigen wir die komplett vormontierte Baugruppe. Gerne unterstützen wir Sie bei der Auslegung und Problemlösung rund um das Thema Zugfedern.

Technische Angaben zu Zugfedern

Kurzzeichen zur Federbemaßung
  • d = Drahtdurchmesser [mm]
  • Di = Innendurchmesser des Federkörpers [mm]
  • Dm = mittlerer Windungsdurchmesser [mm]
  • De = Außendurchmesser des Federkörpers [mm]
  • Lk = Länge des unbelasteten Federkörpers [mm]
  • L0 = Länge der unbelasteten Feder von Innenkante Öse zu Innenkante Ösen [mm]
  • LH = Abstand Innenkante Öse zu Federkörper [mm]
  • m = Ösenöffnung [mm]
  • n = Anzahl der federnden Windungen
  • nt = Anzahl der gesamten Windungen
  • F0 = Vorspannung [N]
  • L1 bis Ln = Längen der belasteten Feder [mm]
  • F1 bis Fn = Federkräfte zu den Längen L1 bis Ln [N]
  • R = Federkonstante [N/mm]

Zur Fertigung anforderungsgerechter Federn und zur Einhaltung der Federkräfte, müssen, in Abhängigkeit der vorgeschriebenen Größen, Fertigungsausgleiche geschaffen werden.

Vorgabe

Fertigungsausgleich

Federkraft F1 bei L1

F0 und D

Federkraft F1 bei L1 und F0

F0 und D oder L0 und d oder L0 und D

Federkräfte F1 und F2 bei L1 und L2

L0 und d oder F0 und D

Es sollte immer ein Fertigungsausgleich gewählt werden

Fertigung

Die meisten Zugfedern haben einen zylindrischen Federkörper und verfügen über einen linearen Kraftbereich mit einer konstanten Federrate. Dieser liegt etwa zwischen 30% und 70% der nutzbaren Länge.

Sonderformen von Zugfedern bilden:

  • kegelige Federkörper,
  • doppelkonische Federkörper,
  • Tonnenfedern oder
  • Taillenfedern

Wir sind in der Lage, Zugfedern wie folgt zu fertigen und bearbeiten:

  • zylindrisch
  • kegelige / konisch
  • doppelkonisch (Tonnenfedern)
  • Taillenfedern
  • mit Ösen, Haken, Stopfen oder Sonderformen nach Kundenvorgabe
  • angelassen
  • roh blank
  • Oberflächenbehandelt nach Kundenvorgabe
  • in verschiedensten Federwerkstoffen

Ösenformen

Ösenformen und Toleranzen nach DIN 2097 oder Kundenvorgabe

Halbe deutsche Öse (Lh = 0,55*Di bis 0,8*Di)

Ganze deutsche Öse (Lh = 0,8*Di bis 1,1*Di)

Doppelte deutsche Öse (Lh = 0,8*Di bis 1,1*Di)

Ganze deutsche Öse seitlich hochgestellt (Lh = Di)

Doppelte deutsche Öse seitlich hochgestellt (Lh = Di)

Hakenöse

Hakenöse seitlich hochgestellt

Englische Öse (Lh = 1,1*Di)

Haken eingerollt

Gewindebolzen eingerollt

Gewindestopfen eingeschraubt (Anzahl der eingeschraubten Windungen n = 2 bis 4)

Schraublasche eingeschraubt (Anzahl der eingeschraubten Windungen n= 2 bis 4)

Ganze deutsche Öseschräg hochgestellt

Ösenstellungen0°; 90°; 180°; 270°