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Dem Oberflächenschutz von Federn ist eine erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken, da Federn besonders kerbempfindliche Bauteile sind und bereits geringer Korrosionsbefall Brüche verursachen kann. Der beste Korrosionschutz für technische Federn ist natürlich der Einsatz von nicht korrodierendem Material wie z.B. 1.4310, 1.4568, 1.4571 oder ähnliche. Wenn jedoch dem Einsatz solchen Materiales technische oder ökonomische Gründe entgegenstehen und auch oberflächenbehandelte Ausgangsmaterialien wie z.B. verzinkt gezogene Federstähle nicht einsetzbar sind, so müssen Oberflächenbehandlungen zur Anwendung kommen, die: - mit dem Werstoff chemisch harmonieren
- gut haftende und zuverlässige Überzüge ergeben
- für technische Federn durchführbar und kostengünstig sind.
Desweiteren ist zu berücksichtigen, das bei dem nachträglichen Aufbringen von Überzügen auch die Schnittkante der Feder geschützt wird, was bei dem Einsatz von oberflächenbehandelten Ausgangsmaterialien nicht möglich ist. Ebenso ist zu beachten, dass bei geschliffenen Druckfedern das Verarbeiten von oberflächenbehandelten Materialien wenig Sinn macht, da der Schleifprozess den Schutz zerstört. Neben dem Korrosionsschutz werden durch spezielle Überzüge auch Farbgebungen sowie Veränderungen der Gleiteigenschaften und eine Verbesserung der Lebensdauer erzielt. Ein sicherer Schutz für den Transport der Federn zum Kunden wird bei uns durch ein System angepaßter Verpackungen gewährleistet. Sollen die Federn jedoch gelagert werden, bietet sich eine Konservierung mit Ölen an, die wir gerne auftragen und die Verpackungsmaterialen darauf abstimmen. Beim Phosphatieren werden auf chemischem Wege metallphosphathaltige Schutzschichten im Dickenbereich von etwa 10 ym Millimeter erzeugt. Die Schichten verbinden sich fest auf dem Federwerkstoff, sind aber nicht abriebsfest und besitzen Rauigkeiten und Poren, die durch Nachverdichten mittels Tauchen in heißem Öl geschlossen werden müssen. Sie stellen aber einen ausgezeichneten Haftgrund für nachfolgende Beschichtungsvorgänge dar. Die funktionelle Galvanotechnik (Verzinken) dient dem Korrosionsschutz und Verschleißschutz. Geeignete Elektrolyte ermöglichen eine hohe Stromausbeute, führen nicht zu Zugspannungen in der Randschicht und und ergeben keine spröden Schutzschichten (wie z.B. beim Hartchrom). Sowohl bei der Vorbehandlung (Entfetten, Beizen) als auch bei der galvanischen Behandlung selbst diffundiert Wasserstoff in den Federstahl und ruft eine wasserstoffinduzierte, verzögerte Rissbildung hervor (Wasserstoffversprödung), die die Federeigenschaften erheblich beeinträchtigen. Die Rissgefahr nimmt mit steigender Zugfestigkeit, dem Vorhandensein von Eigenspannungen, Kerben und Oberflächenfehlern zu. Durch sofortiges Tempern der Federn nach der galvanischen Behandlung im Temperaturbereich von 200 bis 250 Grad kann der Wasserstoff wieder ausgetrieben werden. Delta-Tone®1Delta-Tone ist eine anorganische, mikroschichtbildende Grundbeschichtung, hochgefüllt mit Zink- und Aluminiumlamellen. Nach dem Einbrennprozess (etwa 200 Grad) werden silbermetallisch glänzende Überzüge mit hohen Korrosionsschutzeigenschaften erzielt. Über die gesamte Schichtdicke ist die elektrische Leitfähigkeit gewährleistet, sodass der gewünschte kathodische Schutz des Eisens vorhanden ist. Die Beschichtung wirkt isolierend und schützt vor Kontaktkorrosion. Die Gefahr einer Wasserstoffversprödung besteht nicht. Delta-Seal®1Delta-Seal ist eine organisch hochvernetzte, mikroschichtbildende Deckbeschichtung. Nach einem entsprechenden Beschichtungs- und Einbrennprozess entsteht eine haftfeste, chemikalienresistente Beschichtung. Delta-Seal kann auch mit "innerem Gleitmittel" als dauerhafte Trockenschmierung appliziert werden. Delta-Tone und Delta-Seal sind schwer-metallfrei. Dieser hochwertige Korrosionsschutz wird zumeist bei Anwendungen im Außenbereich als Korrosionsschutz für Tellerfedern eingesetzt Microcor®2 microcore Schichten, die in Schichtdickenbereichen < 25y aufgebracht werden und unter Gewährleistung der kathodischen Fernschutzwirkung einen Korrosionsschutz sicherstellen von min. 480 SST gem DIN 50021 SS und / oder 5 Runden Kesternich gem. DIN 50018 SFW 2,0 S. Zu diesem Zweck werden verschiedene Materialien, die von der Zusammensetzung, der Applikationsart oder dem Anwendungsprofil des Trockenfilms her optimal auf die zu beschichtenden Teile zugeschnitten sind. Üblicherweise besteht microcor® aus einer anorganischen, metallpigmentierten Grundierung und einer organischen Deckschicht. Microcor ist ein ein thermoreaktives System, hochgefüllt mit Zink- und Aluminiumlamellen. Diese erzeugen silbern-metallfarbene Überzüge, welche hohe Korrosionsschutzeigenschaften aufweisen. Auch sind keine organischen Harze enthalten, da die elektrische Leitfähigkeit der Oberfläche zum Erreichen des kathodischen Korrosionsschutzes unabdingbar ist.Der eingebrannte Trockenfilm enthält ca. 85 % Metallanteile in Form von Zink- und Aluminiumpartikeln. Die Zwischenräume sind mit anorganischen Bestandteilen aufgefüllt, weshalb über die gesamte Schicht die Fernschutzwirkung gewährleistet ist. Die Temperaturbeständigkeit von bis zu 250 Grad lässt den unbeschränkten Einsatz auch in gekapselten Motorräumen zu. Microcor®2Deckschichten sind hochvernetzte organische Deckbeschichtungen, die als Versiegelung/ Zusatzbeschichtung für die Grundbeschichtung fungieren. Durch das Einbrennen entsteht ein dünner, porenfreier, chemikalienresistenter Film. Im Gegensatz zur Grundierung ist diese Deckschicht elektrisch isolierend und schützt somit wirksam vor Kontaktkorrosion. Überzeugende Vorteile sind: - ausgezeichnete Haftfestigkeit
- besonders hohe Abriebfestigkeit
- niedrige Einbrenntemperaturen < 200 Grad C
- ausgezeichnete Beständigkeit im Kesternichtest in Verbindung mit der Grundierung
- hervorragende Flexibilität
- physiologische Unbedenklichkeit
PulverbeschichtenFür besondere Wiederstandsfähingkeiten und/ oder farbliche Gestaltungsmerkmale bietet sich das Pulverbeschichten an. Nach der Vorbehandlung durch Waschen, Phosphatieren und Trocknen erfolgt das elektrostatische Auftragen des Pulverlacks. Dieser besteht aus einem Gemisch aus Epoxid- und Polyesterharzen. Infolge erfolgt die thermische Verfestigung. Bei der kathodischen Tauchlack (KTL) - Beschichtung werden wassergelöste Epoxidharze durch Anlegen einer Gleichspannung auf den zu lackierenden Federn abgeschieden und schließlich im Ofen eingebrannt. Eine solche Beschichtung führt zu einem gleichmäßigen Farbauftrag besonders an Kanten, Ecken und schwer zugänlichen Stellen wie z.B. der Windungsanlage. KugelstrahlenKugelstrahlen kommt zur Anwendung um durch Induzierung von Druckeigenspannung und Oberflächenverfestigung die Dauerschwingfestigkeit zu verbessern. Als Strahlgut kommen kugelförmige Gußschrote oder Glasperlen (Glasperlenstrahlen) zu Einsatz. 1) Delta- Tone und Delta- Seal sind Markenzeichen der Firma Dörken 2) Microcor ist ein Markeinzeichen der Firma EOT Eibach
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